Übersicht
Sie haben Javascript deaktiviert!
Wir benötigen Javascript u.a. für folgende Funktionen dieser Seite: Anzeigen der Karte, Abspielen von Audioguides, Optimierte Navigation für Mobilgeräte...
Bitte ziehen sie es in Erwägung, Javascript für diese Seite zu aktivieren oder zu erlauben. Vielen Dank!

Der vertikale Erdkilometer

von Walter De Maria
documenta 6, 1977

Audioguides:
Zum Kunstwerk
documenta 6
Der vertikale Erdkilometer

Beschreibung

Finanziert von der US-amerikanischen Dia Art Foundation, lässt Walter De Maria zwischen Fridericianum und Landgrafendenkmal einen Messingstab von einem Kilometer Länge vertikal in Richtung Erdmittelpunkt senken. Auf Platzniveau ist nur das obere Ende – die Kreisfläche des Stabdurchmessers – sichtbar, eingebettet in eine quadratische Sandsteinplatte. Das Werk ist somit der Wahrnehmung entzogen und in die Vorstellung des Publikums verlagert. In seiner radikalen Unanschaulichkeit soll der verborgene Stab Anlass bieten, über die Erde und ihren Ort im Universum nachzudenken. Zugleich kann er als symbolischer Akt der Rückgabe des hochwertigen Metalls an die ausgebeutete Erde gedeutet werden. Im Überschneidungsbereich von Minimal-, Conceptual- und Land-Art hat das unsichtbare Objekt Anteil an drei wesentlichen künstlerischen Strategien der Zeit. Seine vielfältigen ästhetischen, ökologischen, historischen und kosmischen Aspekte machen den vertikalen Erdkilometer zu einem der bedeutendsten Kunstwerke der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Eigentum von: Stadt Kassel

Künstler

Walter De Maria: Geboren 1935 in Albany, Kalifornien, USA, gestorben 2013 in Los Angeles. Bedeutender Vertreter der Minimal- und Land-Art sowie der Konzeptkunst. Teilnehmer documenta 4, 5 und 6.